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FAREDS-Urteil Frankfurt: Filesharer muss 2.450 Euro zahlen

Amtsgericht Frankfurt a.M. spricht 1.000 € Schadensersatz und 984,60 € Rechtsanwaltskosten zu, weitere Prozesskosten: 470 €

22.09.2015

Nachdem das Landgericht Stuttgart in einem Filesharing Sachverhalt bundesweit erstmalig die Deckelung auf einen Gegenstandswert von 1000 € nach § 97a Abs. 3 UrhG abgelehnt hat, folgen dieser Rechtsprechung nun auch immer mehr Amtsgerichte. Insbesondere bei der Verletzung von Filmwerken – so die Rechtsprechung – sei es unbillig die Rechtsanwaltskosten auf 1.000 € zu deckeln. Anstatt wie von vielen Abgemahnten erhofft, haben diese nunmehr nicht nur zu 124 € sondern den achtfachen Betrag von 984,60 € an Abmahnkosten zu erstatten. So hatte der Beklagte im vorliegenden Fall einen bekannten Kinofilm über ein Tauschbörsensystem Dritten zum Download angeboten. Das Amtsgericht Frankfurt a.M. (22.09.2015, Az: 30 C 945/15) hat die Abmahnkosten nach einem Streitwert von 20.000 € bemessen und einen lizenzanalogen Schadensersatz von 1.000 € für angemessen erachtet. Dies ergab eine Zahlungsforderung von 1.984,60 €. Zusätzlich hat der Beklagte Prozesskosten von knapp 470 € zu tragen, neben den eigenen Kosten seiner gescheiterten Rechtsverteidigung. Forderung insgesamt: 2.450 €.

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