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Illegaler Download kostet Filesharer 3.370 Euro (FAREDS-Urteil, LG Hamburg)

Landgericht Hamburg gibt FAREDS erneut vollumfänglich Recht, Störerhaftung löst 859,80 € Abmahnkosten aus, weitere Prozesskosten 2.515 €

04.04.2014

Der Fall hatte es in sich (Landgericht Hamburg, Urteil vom 04.04.2014, Az: 310 O 409/11). Nachdem die Beklagte außergerichtlich auf die Abmahnung von FAREDS geschwiegen hat, wurde sie in der Täterhaftung auf Unterlassung sowie Schadensersatz und Erstattung von Abmahnkosten verklagt. Im Prozess teilte die Beklagte mit, dass wahrscheinlich ihr Lebensgefährte die Tat begangen haben muss, belehrt hatte sie diesen jedoch nicht. Die Klägerin erklärte daraufhin die Ansprüche auf Unterlassung in der Täterhaftung sowie den Anspruch auf Erstattung von Schadensersatz für erledigt und verklagte die Beklagte weiterhin auf Unterlassung in der Störerhaftung sowie auf Erstattung von Abmahnkosten. Das Landgericht Hamburg folgte erneut auf breiter Linie der Argumentation von FAREDS: auch Lebensgefährten sind von einem Anschlussinhaber zu belehren, die Beklagte haftet als Störerin auf Unterlassung nach einem Gegenstandswert von 20.000 € und auf Erstattung von Abmahnkosten in Höhe von 859,80 €. Da die Beklagte außergerichtlich keine Erklärungen abgegeben hatte, wurde die Klägerin seitens der beklagten regelrecht gezwungen sie zunächst vollumfänglich in der Täterhaftung in Anspruch zu nehmen. Folgerichtig wurden der Beklagten damit auch die vollständige Erstattung der Prozesskosten von 2.525 € auferlegt. Der Fall zeigt deutlich, dass ein außergerichtliches Schweigen oder Decken der eigentlichen Täter den Anschlussinhaber teuer zu stehen kommen kann. Forderung insgesamt: 3.370 €.

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